Menschsein bedeutet speziesistische Unterdrückung

In den letzten Monaten gewinnt das Konzept der Critical Humaneness immer mehr Anhänger*innen innerhalb des links-liberalen Neubürgertums. Die Tierrechtsszene schwankt zwischen Entsetzen und Begeisterung. Unsere Journalisten sind dem Phänomen mal auf die Spur gegangen. 

Good Night - Human Pride

Der Mensch – die Spitze der Schöpfung und nach Charles Darwin das letzte Glied in der Kette der evolutionären Entwicklung der Arten. Schon der Gott Abrahams stellte den Menschen über die Gesamtheit aller Wesen, die diesen Erball bewohnen.Im 1. Buch Mose heißt es: „Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht.“ Und so ist es bis heute geblieben: Der Mensch als kulturschaffendes und kapitalraffendes Tier, dessen Handeln fast ausschließlich durch die Nutzbarmachung irdischen Materials gelenkt wird, hat sich die gesamte Tier- und Pflanzenwelt zu Sklaven seines geschichtlichen Strebens gemacht.

Der Zivilisationsprozess muss als lange Geschichte der Sklaverei gelesen werden. Als ein fortdauernder Prozess, in dem die menschlichen Art alle nicht-menschlichen Arten sukzessiv zu ihren Untertanen macht. Noch bevor der Mensch als frisch evolutionierter Homo sapiens sapiens als Jäger anfing nicht-menschliche Arten wegen ihres Fleisches zu ermorden, stand er noch hunterttausende Jahre vorher plötzlich da auf zwei Beinen und erklärte sich vermittelt durch die Metamorphose seines Genoms als erhaben über die Vierbeiner dar. Der Machtanspruch des Menschen wurde also schon durch seine Vorfahren mittels non-verbaler Kommunikation erschaffen: sehet her, ich stehe auf zwei Beinen und stehe über euch allen. Bis es zur industriellen Massentierhaltung in der westlichen Welt kam, der Ermordung von Robbenbabys in der Arktis und der brutalen Verfolgung streundneder Hunde in der Ukraine durchlief dieser Prozess der Unterdrückung zahlreiche Stufen: vom Tier als Zuchttier, als Lasttier, als Ackertier, als Zirkustier, aber auch als Wachtier, Ziertier und Haustier. Stets dazu da, dem Menschen nützlich zu sein für seine Produktions- und Reproduktionstätigkeit.

Ein kritischer Blick auf die Geschichte, die versucht den Zivilisationsprozess aus Sicht der versklavten, nicht-humanen Wesen zu schreiben versucht, entstand er im späten 19. Jahrhundert maßgeblich durch die Bewegung der Lebensreform. Bereits im alten Mesopotamien gab es aber schon erste gesetzliche Bestimmungen gegen Tierquälerei. Im Deutschen Reich wurde 1871 das erste Mal ein Tierschutzgesetz eingeführt, dass das unnötige Quälen von Tieren unter Strafe stellte. Trotz diesen ersten Anstrengungen von Tierliebhabern, Naturfreunden und gesitteten Staatsführern, nahm das Ausmaß der Vernichtung und Versklavung in den letzten 150 Jahren dramatische Ausmaße an. Nie wurden so viele Tiere für die Fleischindustrie ermordet, wie heute; nie hielten sich die Menschen soviele Haustiere in ihren Wohungen und Häusern, wie heute; nie wurden so viele Tierversuche gemacht, wie heute; nie wurde nicht-menschliches Leben so sehr erniedrigt, wie es im 21. Jahrhundert der Fall ist.

Seit einigen Monaten sorgt nun eine radikal-antispeziesistische Bewegung im Tierrechtsdiskurs für Aufsehen und Empörung. Critical Humaneness (CH) lautet die Devise, mit der die entschlossenen Aktivist*innen gegen die Unterdrückung der nicht-menschlichen Lebensformen zu Felde ziehen wollen. Ihr Konzept versteht den Menschen als privilegiertes Superwesen, dessen omnipräsente Macht durch konsequente Verhaltensänderung Schritt für Schritt ausgemerzt werden soll.

Die Menschen müssten sich mit dem eigenen „Menschsein“ kritisch auseinandersetzen, um zu „verlässlichen Verbündeten“ der „Species of Fell“ (SoF) zu werden, sagt uns Yorgho von der Gruppe „Evolutionary Regress“ (ER). SoF ist laut ER eine „politische Selbstbezeichnung, die alle annehmen können, die negativ von Humaneness betroffen“ sind. Die Rolle der Menschen sei es, den SoF „erstmal nur zuzuhören“, sagt er. Und wenn ein SoF entscheide, dass die »radikale Politik, die gerade gefragt ist, darin besteht, zehn Fressnäpfe für eine Fütterung einzufordern, dann ist das die Politik der verlässlichen Verbündeten“.

Die Aktivisten von ER stellen an die Menschheit zahlreiche Forderungen, um das Verhältnis zwischen Tier und Mensch zu einem fairen und respektvollen zu machen. Neben der Verlässlichkeit hinsichtlich der Willensentscheidung der SoF stehen weitere Maßnahmen wie der Gang auf vier Pfoten in Anwesenheit von Vierbeinern. Zudem wird das Verbot von Besteck und Geschirr gefordert. Statt dessen sollen Menschen in Anwesenheit von Tieren entweder aus Trögen essen oder vom Boden. Die Definitionsmacht, was Unterdrückung von SoFs ist und wo die Grenzen sind, liegt allein bei den betroffenen Wesen. So gelte Zurückhaltung und Devotheit bei körperlichen Angriffen durch nicht-menschliche Wesen, beispielsweise bei Attacken durch Kampfhunde oder Weiße Haie. „Verlässliche Verbündete geben auch ihr Leben für die Befreiung von Unterdrückung und Sklaverei“, so Yorgho. Strandurlaubern wird nahe gelegt, sich den verfolgten Walen und Robben anzupassen und statt am Strand in ihren Strandkörben und Strandtüchern zu liegen, sich dauerhaft im und am besten unter Wasser aufzuhalten. Denn es sei ein Privileg der Menschen gegenüber den im Wasser lebenden Säugern am Strand zu liegen ohne zu krepieren. Daher auch das Motto der ER-Gruppe in El Arenal „Zurück ins Meer!“

Die Basisorganisationen der Anarchostalinistischen Fraktion haben sich in einem Mitgliederentscheid klar und deutlich gegen die Forderungen der ER positioniert. Eine Umkehrung des evolutionären Prozesses durch eine Gruppe antispeziesistischen Moralist*innen wird von uns nicht geduldet. Der Mensch bleibt der alleinige Herrscher dieser Welt. Solange Kinder in Afrika hunger und solange wir nach dem samstäglichen Rave am Sonntag morgen bei BurgerKing unsere fettigen Menüs verschlingen wollen, bleiben die Forderungen der ER menschenfeindlich. Solange der Wachhund mit dem Schwanz wedelt, werden wir nicht aus den Trögen essen, auch nicht wenn das Tier rumheult, weil niemand mit ihm Gassi gehen will.

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Linksradikale wählen am 22.9.13 DIE LINKE!

Keine Kompromisse mit dem neoliberalen Dreckapparat! Anarchostalinist*innen wählen am 22. September die Linkspartei!

Die verheerenden Auswirkungen der jüngsten kapitalistischen Krise haben das Vertrauen in die bürgerliche Demokratie und ihre Repräsentant*innen in Parlamenten und Behörden zu tiefst erschüttert. Zu Recht. Weil wer würde schon irgendwelchen Halunken und Technokrat*innen vertrauen, die subventioniert durch die Rüstungs- und Finanzindustrie, eine Politik betreiben, die der Masse der werktätigen Menschen nichts als Verzicht, Armut und Enteignung aufbürdet. Die Arroganz der Mächtigen und die schamlos herausposaunten Lügengeschichten der großen Parteien und ihrer grünliberalen Bastarde wurden durch die meisten Menschen schon längst entlarvt, auch wenn viele noch durch die Massenmedien (BILD, Spiegel, ZDF) und die staatliche Propaganda bei der Stange gehalten werden.

Es weht jetzt ein anderer Wind in Europa, seit dem die Macht- und Parteifratzen in der EU die Werktätigen in Griechenland, Spanien, Portugal und andere Länder ins soziale Abseits befördert haben. Eruptionen der Wut erwuchsen in den letzten Jahren in ganz Europa, nicht nur in Südeuropa, genauso in den Vorstädten von Paris, London, Manchester oder Istanbul loderten die Flammen der Überflüssigen. Das gibt uns Hoffnung auf eine nahende Wende und die lang erwartete Zeit der großen Sühne.

In der Bundesrepublik Deutschland steht nun die Bundestagswahl an. Wie jedes Jahr unken die gleichen Trottel ihre verfaulten Slogans daher. Wie jedes Jahr schleimen uns widerwärtige Plastikfratzen auf Laternen und Hauswänden mit hohlen Sprüchen und hippen Farbverläufen voll. Ganz besonders ekelhaft sind die endlosen Fernsehsendungen, in denen sich zurechtgestutzte Politprofis von SPD und CDU gegenseitig ins Wort fallen und dem Publikum zeigen, wie niederträchtig und geisteskrank diese ganze Farce ist. Wer die Wahl am Ende gewinnt, spielt überhaupt keine Rolle. Dem Publikum wird weiß gemacht, dass es zwei Blöcke gibt, die gegeneinander antreten: SPD/Grüne und CDU/FDP. Das ist aber geronnener Mist: denn am Ende wird wieder der Wille zur Macht siegen. Merkel, Steinbrück, Roth, Rösler – die vier Ideologieverwaltungsvereinsvorsitzenden einigen sich nach der Wahl so, dass alles seinen gewohnten unerträglichen Gang nimmt. Natürlich immer mit klarer Parteinahme für diejenigen, die über das Kapital verfügen.

Eine jüngst veröffentlichte Studie hat nun gezeigt, dass die Linkspartei im Vergleich zu den anderen Parteien in den Massenmedien viel seltener Erwähnung findet, obwohl sie mit fast 12% bei der letzten Bundestagswahl als viertstärkste Kraft in den Bundestag eingezogen ist. Wieso ist das so? Weil die Linkspartei Wahrheiten ausspricht, die dem vom Kapital kontrollierten Massenmedien zu wider sind? Weil eine starke Linke im Bundestag der hemmungsosen Herrschaft des kriegsgeilen Kapitals im Wege stehen könnte? Weil durch die Linkspartei womöglich eine Alternative zum neoliberalen Kapitalismus artikuliert wird?

Alle Antworten mögen eine Rolle spielen. Die Linke ist und bleibt unbeliebt bei den Mächtigen und Reichen in diesem deutschen Unrechtsstaat (DDR 2.0). Für uns ist die Linkspartei auch nicht das Gelbe vom Ei. Denken wir nur einmal an die schlimme SED-Vergangenheit, an die Mauertoten, an die Regierungslinken in Berlin, an die antideutschen Eskapaden eines BAK Shalom oder an das frömmelnde Gebaren eines Bodo Ramelow. Nichtsdestotrotz sehen wir es als unsere verdammte Pflicht an, als verantwortungsvolle, revolutionäre Organisation der Linkspartei in diesem Wahlkampf Rückendeckung zu geben.

Für uns Anarchostalinst*innen und für unsere Redaktion steht fest: wir werden am 22. September die Linkspartei wählen und rufen alle Genoss*innen, Sympathisierende, Linksradikale, Stalinist*innen, Maoist*innen, Anarchist*innen, Libertäre, Öko-Anarchist*innen, Primitivist*innen, Plattformist*innen, Operaist*innen, Neokolonialist*innen, Zirkusdirektor*innen und linke Polizeigewerkschafter*innen dazu auf ihre Stimme nicht zu verschenken und das Kreuz zwei Mal bei der Partei DIE LINKE zu setzen.

Klar wird das nicht die Revolution herbeiführen, aber dafür eine starke Opposition aus lauen Sozialist*innen und linken Sozialdemokrat*innen, die dem minderwertigen, politischen Verwaltungsbetrieb im Bundestag etwas schwarz-rote Farbe geben. Und hört nicht auf die vulgären Großmäuler von der Antifa und den organisationsfeindlichen Anarchist*innen und verschenkt eure Stimme durch Nicht-Wahl oder sonst einen Humbuk wie DIE PARTEI. Wählt links und informiert euch in euren Wahlkreisen, wie ihr mithelfen könnt (z.B. beim Infostand Flyer verteilen oder Schutz vor Faschos anbieten).

Pro Gysi. Für mehr Linkspartei im Parlament.
Grünes und Sozialdemokratisches Lügenpack abwählen.
CDU und FDP zum Frondienst auf den Spargelacker.

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Untermenschliches, allzu Untermenschliches!

Interview mit Baron Symeon-Barnabas von und zu Hurlingen

Baron Symeon-Barnabas von und zu HurlingenLange bevor sich die revolutionären Massen zum Klassenkampf aufmachten und die Arbeiterbewegung erste Formen annahm, war es der einfache Untermensch, der den Herrschenden Angst und Schrecken bereitete. Das Schreckgespenst dieses Untermenschen tauchte in Kunst, Wissenschaft und Politik auf, es war Inbegriff des Chaos, der Krankheit und der Sünde. Schon bei dem nihilistischen Philosophen Friedrich Nietzsche erscheint der Untermensch als eine Menschenart, die überwunden werden muss zugunsten eines über allen Werten und Moralvorstellungen stehenden Übermenschen. Die Angst vor diesem barbarischen und aus der dunklen Vergangenheit kommenden Untermenschen setzt sich in verzerrter Weise fort bis in die Nazi-Diktatur, wo der Begriff des Untermensch als Kampfbegriff gegen alles Un-Arische missbraucht wurde. Durch diesen Missbrauch des Untermenschen-Konzepts durch die Nazis wird die Rezeption untermenschlicher Betrachtungen für Jahrzehnte als anstößig betrachtet und schließlich zu einem Tabu in Wissenschaft und Politik. Doch nun endlich tut sich etwas: Im Dunstkreis anarchostalinistischer Intellektueller gewinnt der Begriff und das Konzept des Untermenschen wieder an Bedeutung für die revolutionäre Linke. Zu diesem Zweck interviewten wir den promovierten Revolutionswissenschaftler Baron Symeon-Barnabas von und zu Hurlingen, der nach Forschungsaufenthalten und Professuren in Bitola, Kairo und Rom nun das „Institut für anarchostalinistische Kulturanthropologie“ in Montreal leitet. Er ist der Verfasser so berühmter Bücher wie „Mykro-politische Reflexionen über das revolutionäre Potential hungriger Huren und Stricher.“, „Der aufsässige Untermensch: Das neue revolutionäre Subjekt?“ und „Vom vormodernen Vagabunden zum modernen Mörder: Historische Perspektiven der revolutionären Praxis eines aleatorischen Idealismus.“

Werter Herr Baron von und zu Hurlingen! Sie arbeiten nun schon seit mehreren Jahrzehnten an der Etablierung des Begriffes des Untermenschen für die Wissenschaften und den politischen revolutionären Diskurs. Was veranlasste sie zu dem Engagement und was sind die emanzipativen Perspektiven ihres Konzeptes?

Meine Untersuchungen, in vielen schlaflosen Nächten der Theorie in den Bordellen und den Straßenstrichen aller Welt entstanden, sind das Resultat einer mykro-politischen Spurensuche an den Rändern der historischen Diskurse. Sie sind denen gewidmet, die ich die Untermenschen nenne, den Namenlosen, den menschlichen Elendsgestalten, die sich ohne den Glanz des Wunderbaren, wie kleine Holzwürmer durch die dicken Bretter der Geschichte bohren und deren revolutionären Glanz ich wieder aufleuchten lassen will, um der anarchostalinistischen Weltbewegung ein orientierendes Lichtlein zu geben in dieser schröcklichen revolutionören Dunkelheit, in der wir uns momentan befinden.

Es geht mir um die elenden Missgeburten der Geschichte, um die zänkischen Kleinbauern und die masturbierenden Mönche des Mittelalters, die tobenden Trunkenbolde und Vagabunden der frühen Neuzeit, die Sträflinge, die Herumtreiber und Kleinkriminellen, die Stricher, Zuhälter, die Huren und Hurenböcke aller Zeiten. Sie sind meine Freunde und es gibt keine besseren. Ihr Untermenschentum ist nur eine Modalität des universalen Menschseins. Sie sind die Unterseite des Glanzes hegemonialer Macht- und Diskursordnungen und existieren nur noch kraft der vielen schröcklichen Wörter, die dazu bestimmt sind und waren, sie für immer des Gedächtnisses der selbsternannten Über-Menschen unwürdig zu machen. Weiterlesen

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Bankster an den Galgen: Eröffnung des Instituts für regressive Kapitalismuskritik

irk_logoIn Davos hat am letzten Wochenende das Institut für regressive Kapitalismuskritik seine Tore geöffnet. Die Anastalia-Redaktion hat Dr. Bernd Mustard, einen der renomiertesten Wissenschaftler*innen des Instituts, interviewt. 

Hallo Herr Doktor Mustard. Welchen Zweck verfolgt das neugegründete Institut, für das sie in Zukunft arbeiten werden?

Meine lieben Genossen. Ich bin sehr froh, dass ihr euch als Anarchostalinistische Fraktion in Deutschland für unser Institut interessiert und uns die Möglichkeit gebt auf eurem Blog unser Institut vorzustellen. Der Anstoß zur Gründung des Instituts gab eine zornige Diskussion um den Begriff des Wertes innerhalb des akademischen Marxismus. Während einige Apologeten der neuen Marxlektüre und der reaktionären Wertkritik-Szene den Wert und den Tausch als das zentrale Problem der kapitalistischer Gesellschaft bezeichneten und in der Warenform das zentral zu kritiserende Problem sahen, hoben wir als regressive Tendenz immer hervor, dass für uns das Geld-, Zins- und Schuldsystem zu den zentralen Angriffpunkten einer regressiven Kapitalismuskritik gehören. Die von uns zur reinen Metaphysik entblößte Herangehensweise einiger Marxisten, dass das Kapital eine unsichtbare Maske sei und Ackermann daher Opfer ist, wendete sich bei uns um in eine konkrete Vorstellung von dem, was, wer und wie unterdrückt und das nur auf Grundlage einer personalisierten und klassenorientierten Methode eine wahrhaft materialistische und revolutionäre Kritik der politischen Ökonomie stattfinden kann. Geld (d.h. Münzen, Geldscheine, Schecks und Kredite) und seine verselbständigte Form als Ware (z.B. Anleihe, Derivat) sind die Zügel, mir der die herrschende Klasse der Bourgeoisie die Arbeitermassen von den Früchten, die ihre eigenen Hände erschaffen haben, entfremdet. Nicht das Geld und seine Warenform sind also das Problem, sondern diejenigen die willentlich diese Waren dazu nutzen uns abhängig zu machen. Berichte in der Zeitschrift STERN bestätigen diese Schlussfolgerung.

Dr. Bernd Mustard

Aber findet ihr es nicht total regressiv, wenn ihr nur gegen die Bankster hetzt? Was ist zum Beispiel mit dem Ehemann in der Familie oder der fiesen Vorgesetzten im Call Zentrum?

Natürlich finden wir das regressiv und das ist auch gut so. Denn das Regressive knüpft viel eher an das Bewusstsein der arbeiten Massen an. Dieser Regressvität eine progressiv daher kommende Intellektualität entgegenzusetzen, kann nur unwirksam bleiben, angesichts des Blödsinns, der den Menschen von RTL II und arte täglich vorgesetzt wird. Bankmanager und Politiker, Verbandsfunktionäre und Aufsichtsräte, aber auch Moderatoren und Popstars, sie bilden die treibenden Kräfte in der Gestaltung der allseits herrschenden Regressivität der Bewusstseinsentwicklung. In diese Entwicklung einzugreifen, mit der Oberflächenstruktur der Regressivität kommt also einem Akt der Subversion gleich und kann sogleich mit Gramscis Hegemoniebliblablupp begründet werden. Regressive Kapitalismuskritik bedeutet für uns die regressivsten Elemente des Kapitalismus nicht nur zu reproduzieren, sondern sie als Struktur zu sehen, in die wir unsere Wirkkräfte als revolutionäre Wissenschaftler wirken lassen können, um so die erniedrigten Massen zur proletarischen Weltrevolution zu führen.

Wie steht ihr zu Stalin? Habt ihr mal was von ihm gelesen?

Stalins Werke sind in unserer Theoriebildung von entscheidender Bedeutung. Durch sie erst können wir den wahren Kern der marxistisch-leninistischen Irrwege begreifen. Stalins Gulagkonzept mag manchen zu weit gegangen sein, aber die Verteidigung der Sowjetunion angesichts einer um sich greifenden, globale Retardierung der herrschenden Klasse und einer wachsenden barbarischen Feindschaft zum Sozialismus, gehört zu den großen Taten die Stalin als Führer seiner Klasse für seine Klasse errungen hat. Ein anderer Denker, der für unsere Theoriebildung einen entscheidenden Einfluss hatte, war Theodor W. Adorno, denn ich jetzt mal kurz zitieren möchte: „Der Umstand, daß Intellektuelle meist mit Intellektuellen zu tun haben, sollte sie nicht dazu verführen, ihresgleichen für noch gemeiner zu halten als den Rest der Menschheit.“ Da können wir ihm nur Recht geben und natürlich bei all dem Rest, den er noch abgesondert hat. Wichtig für uns sind auch die Parlamentsreden von Joschka Fischer, in denen er die herrschende Klasse angreift und zum Krieg gegen Jugoslawien aufruft. Ein wahrhafter Meisterhaftes Forschungsobjekt regressiver Kapitalismuskritik.

Wie stehts mit Frauenrechten?

Bürgerlicher Humbug! Die Frauenunterdrückung ist ein bedeutungsloser Nebenwiderspruch und wir sich nach der proletarischen Revolution von selbst lösen, wie namhafte Marxisten bereits vor mir prophezeiten. Da heute Frauen in den kapitalistischen Zentren bereits von den schlimmsten Lastern der patriarchalen Unterdrückung befreit sind, muss das Feld unserer Arbeit ein anderes sein, nämlich bei der Arbeit und beim Besitz. Und da kommen wieder die gierigen Bankster, die autoritären Chefs und die selbstgefälligen Medien- und Sportbonzen daher, während die lohnabhängige Großklasse erniederigt wird ohne Ende. Also muss ein Aufstand angezettelt werden, bei dem sie Siegen und alles wird gut – auch für Frauen und Transgender-Gedöns.

Ihren regressiven Einstellungen ist es schwer etwas entgegenzusetzen, aber halten sie ihre Herangehensweise nicht kontraproduktiv für die proletarische Revolution?

Nein, wieso denn? Die Menschen gilt es aus ihrer jetzigen Unzulänglichkeit herauszuholen. Wir wenden hierbei Methoden der systemischen Therapie an, in der wir die  regressiven Elemente der Menschen wachrufen, neu justiern und sie in einen Kontext des revolutionären Klassenkampfes stellen. Diese Energien wachzurufen kann nur gelingen, wenn die Methoden streng wissenschaftlichen Kriterien folgen (z.B Validität).

Haben sie nicht die Befürchtung, dass sie damit den allgemeinen regressiven Tendenzen in der Bewusstseinseintwicklung der Menscheheit in die Hände spielen und so tausende von Revolutionären in Gefahr bringen?

Unsere Aufgabe besteht darin wissenschaftliche Forschung zu betreiben, um damit Revolutionären weltweit das nötige Rüstzeug in die Hand zu geben, um dann die Menschen erfolgreich zu überzeugen vom revolutionären Klassenkampf. Wir arbeiten interdiszipliär. Unser Team besteht aus Ökonomen, Politologen, Psychologen, Soziologen,  Historikern, Philosophen, Anthropologen und Pädagogen. Unser Team arbeitet mit den neuesten Forschungsinstrumenten und jeder Mitarbeiter ist einer Meister seines Fachs. Wir stehen in den Startlöchern und haben bereits angefangen mit den ersten Untersuchungen auf dem Gebiet der gsellianischen Geldwerttheorie und der Dekonstruktion des proudhonschen Menschenbildes. Unsere Praxisgruppe um Prof. Dr. Heiner Ziegler erarbeitet zur Zeit ein Konzept zur Optimierung von Dämonisierungsprozessen in öffentlichen Politinszenierungen. Von daher ist unser Gebaren keine Gefahr für die Revolution, sondern ihre Bedingung.

Wie kann man bei euch mitmachen und ist es überhaupt erwünscht?

Unsere Auswahlkriterien sind sehr streng. Bewerber müssen Summa Cum Laude haben und mindestens zwei Fächer studiert haben: ein naturwissenschaftliches und ein kulturwissenschaftliches. Wir legen viel Wert auf eine elitäre Einstellung unserer Mitglieder zum Rest der Gesellschaft. Die Bildung und die Kompetenzen die wir besitzen geben uns die Autorität unsere Forschung und Propaganda erbarmungslos fortzusetzen und als abgeschlossene Avantgarde gegen die bestehende Ordnung zu führen.

www.weltrevolution.de

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There Is No Alternative – Anarchostalinismus jetzt!

There Is No Alternative

Am 22. Dezember findet seit langem wieder eine größere anarchistische Demo auf dem Territorium der BRD (früher 3. Reich) statt. Dazu aufgerufen hat das Anarchistische Netzwerk Südwest*, ein erbärmlicher Haufen kleinbürgerlicher Gefühlsrevolutionäre und Sektierer*innen aus dem Südwesten des deutschsprachigen Raumes (also auch Schweiz und die deutschstämmigen Gebiete in Frankreich). Unter dem Titel „There Is No Alternative“ beziehen sie sich auf Margaret Thatcher, die als britische Premierministerin in den 80ern eine radikale Austeritäts- und Kürzungspolitik in Großbritannien durchsetzte und der britischen Arbeiter*innenklasse einen der schwersten Schläge verpasste, die sie bis daher gekannt hatte. Diese Politik der Alternativlosigkeit, die mit Thatcher und Reagan ihren Lauf nahm, gilt im sozialdemokratisch und linksdeutschen Diskurs als Beginn der neoliberalen Ära, die nun die ganze Welt beherrschen soll. Die (Pseudo-)Anarchist*innen des Anarchistischen Netzwerks Südwest* versuchen nun diesen berühmten Satz umzumünzen und drehen den Spieß um: nicht der neoliberale Finanzmarktkapitalismus ist die einzige Alternative, sondern der trotzig auftretende, esoterisch begründete und antistalinistische Halb-Anarchismus, in dem dann Autonome, Antisexist*innen und gestörte Tierschützer*innen dem Rest der Menschheit vorschreiben wollen, was sie zu essen und zu lieben haben. Ehm, Tschüss?!

Über die Demonstration in Mannheim könnte also schon im Vorfeld gesagt werden, dass sie ein schamvolles Debakel wird. Wenn 2000 A-Netz-Anarchist*innen ohne genaue Kenntnisse der Stalinschen Theorien (auch Staatskritik) und ohne radikale materialistische Gesellschaftsanalyse mit platten Forderungen nach Revolution und Anarchie durch Mannheim marschieren, wird sich die konsumierende Bevölkerung nur mit Unverständnis und Grauen von ihnen abwenden. Von daher haben wir als Anarchostalinistische Fraktion in Deutschland beschlossen die Demonstration mit unseren eigenen Forderungen, die auf der Grundlage der anarchostalinistischen Denktradition fußt, zu unterstützen. Nicht aus Solidarität, aber aus einem revolutionören Verantwortungsgefühl heraus, die Straße nicht allein den Sektierern zu überlassen, sondern als konspirative Einzelne in die Demo hineinzuagitieren mit der Methode der Neurolinguistischen Programmierung (NLP) und der Hyptnose. Auch Flyer mit unseren Forderungen werden an Passanten verteilt. Wir warnen also all diejenigen, die meinen, sie wüssten wie Anarchie zu erreichen ist ohne die Konsultation der Anarchostalinistischen Fraktion und ihrer Weltliga. Nur mit uns wird es einen Ausweg geben aus Unterdrückung, Herrschaft und Gentrifikation (z.B. in Hamburg).

Unsere Forderungen am 22. Dezember lauten:

– Raus aus EU, NATO, IWF, Weltbank, UEFA, Russland und Afghanistan
– Deutschland den Löwen zum Bio-Fraß
– Grenzenlose Orgasmen statt komische Pornoseiten mit (teils) sexistischen Inhalten
– Gegen Feinstaub in deutschsprachigen Städten (und Luxemburg)
– Mehr Bio-Produkte für Suppenküchen und Tafeln
– Solidarität mit den anarchostalinistischen Kampfzellen in Griechenland und Spanien
– Gegen Staat, Kapital und Ras Tafarai Trallala
– Für die Abschaffung des Geldes und EC-Karten für alle!

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Interview: „Genderkniast“ kämpft für gemischtgeschlechtliche Knäste

In deutschen Knästen herrscht Geschlechtertrennung. Eine Initiative anarchostalinistischer Queer-Aktivist*innen will dagegen mobil machen. Wir interviewten Alvgjerd Brösk vom der queer-feministischen Knastbewegung „Genderkniast“.

Hallo Alvgjerd. Worüber regt ihr euch eigentlich so tierisch auf?

Alvgierd Brösk ist aktiv im ASSSV und hat die queerfeministische Knastbewegung „Genderkniast“ ins leben gerufen.

In deutschen Knästen herrscht Geschlechtertrennung. Schon seit über vierhundert Jahren werden Männer und Frauen in Zuchthäusern getrennt eingepfärcht. Für Frauen gibt es gesonderte Frauenknäste, wo sie unter dem Druck der bigeschlechtlichen Menschentrennung unter angeblich Ihresgleichen ihre Haftstrafe absitzen müssen. Die Gefühle von Transsexuellen, Queers und Geschlechtslosen werden dabei ebenso mit Füßen getreten, wie die Gefühle von männlich sozialisierten, die sich in ihrem Knastalltag nichts sehnlich wünschen, als eine Abwechslung von der ständig zur Schau gestellten Männlichkeit in den Männerknästen.

Was fordert ihr denn? Glaub ihr nicht, dass es bei gemischtgeschlechtlichen Knästen zu Übergriffen kommen würde?

Wir fordern in der Tat gleichgeschlechtliche besser gesagt geschlechtsunspezifische Gefängnisse mit gemischten Gefängniszellenbewohner*innen. Die Insass*innen sollen selber entscheiden dürfen, mit wem sie in der Zelle sein wollen. Es kann nicht sein, dass das oberste Knastkommando über Lust und Unlust entscheidet und damit die sexuellen Selbstbestimmungsrechte der Insass*innen mit Füßen tritt. Mit der freien Wahl von Zellenpartner*innen würde so auch sicher gestellt werden, dass die Insass*innen selbstbestimmt entscheiden, ob sie mit weiblich/männlich sozialisierten Menschen oder queeren oder transsexuellen Menschen in die Zelle wollen. Wichtig ist, dass es außerhalb der Zelle zu Kontakten mit dem anderen Geschlecht kommt, beispielsweise in der Knastkantine, auf dem Sportplatz oder den Duschräumen. So kann langfristig eine Gleichstellung der Geschlechter auch in repressiven Räumen hergestellt werden. Zudem würde es positiv auf die patriarchal-mackerhafte Stimmung in den meisten Gefängnissen wirken. Etwas mehr Feminist*innenpower würde die Knäste zu Horten der Freiheit machen.

Wie weit sind eure Anstrengungen schon fortgeschritten? Habt ihr bereits erste Erfolge verbuchen können?

Genderkniast befindet sich in der Aufbauphase. Die anarchostalinistische Fraktion unterstützt uns dabei finanziell und logistisch, denn sie haben ihre Leute an allen Schaltstellen der Knast-Infrastruktur postiert und arbeiten den Häftlingen heimlich zu. So konnten wir bereits Flugblätter in Frauenknäste schmuggeln und erste konspirative Plena in Knästen organisieren. Nun wird es darum gehen weitere Knäste zu infiltrieren und die Motivation für den Ausbruch aus der Geschlechtertrennung auch bei anderen Insass*innen anzuregen. Besonderen Erfolg können wir auch in zwei Männerknästen in Nord-Hessen verzeichnen. Dort gab es eine Knast-Petition für die Auflösung der geschlechtsspezifischen Knaststruktur. Die Männer gingen mit der Forderung „Mehr Weiber in unsren Knast“ an die Gefängnisdirektionen, jedoch blieb eine Reaktion ihrerseits und vom Landesministerium bisher aus. Wir bleiben an der Sache dran.

Was ist mit Frauen, die schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht haben und lieber unter sich bleiben wollen?

Wie gesagt: wir wollen, dass Menschen selbst entscheiden, mit wem sie in der Zelle sind und mit wem sie ihre Zeit im Knast verbringen. Für Menschen, die Opfer von heterosexueller Vergewaltigung geworden sind, würde es in unserem Konzept Schutz- und Awarenessprogramme geben, bei deinen Frauen Zuflucht suchen können, sich vor allem aber auch kollektiv gegen Übergriffe zu helfen wüssten – zum Beispiel in Form von bestimmten Kampftechniken.

Wir wünschen euch viel Erfolg bei eurer Arbeit und bedanken uns für das Interview.

Danke. Free Kniast!

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Stoppt das Sodomieverbot! Für die interspeziesistische Liebe!

Das sexfeindliche Terrorregime Merkel hat jüngst über die Presse bekannt gegeben, dass es die Liebe zwischen der Spezies Mensch und anderen Spezies gesetzlich verbieten lassen will. Liebesbeziehungen zwischen Menschen und anderen Spezies sollen nach dem Willen der Regierung mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro bestraft werden. Bisher galt die Regelung, dass der Geschlchtsverkehr mit nicht-menschlichen Spezies nur dann strafbar ist, wenn das nicht-menschliche Lebewesen dabei Verletzungen erleidet. Hinter dem Vorhaben der Regierung stehen als treibende Kräfte das sogenannte Bundesagrarministerium und der Sprecher des entsprechenden Ausschusses Hans-Michael Goldmannj (FDP), die sich in ihrer autoritären Dreistigkeit das Recht heraus nehmen, über die sexuelle Selbstbestimmung von Menschen und nicht-menschlichen Spezies entscheiden zu wollen.

Auch die selbsternannten Tierschützer vom Deutschen Tierschutzbund (der Name ist irreführend, da es ihnen nicht um den Schutz der Tiere geht, sondern um ihre sexuelle Unterdrückung) stellen sich hinter dieses repressive und lustfeindliche Vorhaben. Der Oberhetzer des Tierschutzbundes Thomas Schröder fordert sogar ein Bilderverbot, wenn auf den Bildern interspeziesistische Liebe dargestellt ist. Ein Maulkorb stünde diesem sexfeindlichen Verein nicht schlecht.

Während das hemmungslose Verschlingen von Schweinebäuchen und Putenbrüsten durch den bürgerlichen Klassenstaat sogar gefördert wird und mit dem Schlachten und Verkaufen von Nicht-Menschen jährlich Billionenumsätze erzielt werden, soll uns, das heißt Menschen und Nicht-Menschen, das Recht genommen werden uns körperlich zu lieben. Als anarchostalinistische Fraktion fordern wir das Merkelsche Terrorregmie auf, die Gesetzesvorhaben zu stoppen. Wir fordern die freie und selbstbestimmte Liebe nicht nur zwischen den Menschen, sondern auch zwischen den Spezies. Sex zwischen Menschen und Nicht-Menschen darf nicht unter Strafe gestellt werden, sondern die gesellschaftliche Akzeptanz für interspeziesistische Liebe muss gefördert werden durch entsprechende Bildungs- und Praxisseminare.

Stoppt die sexuelle Unterdrückung des bürgerlich-kapitalistischen Unterdrückungsapparats!
Ob Affe, Hund, ob Mensch, unser Sex ist unser Recht!

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Blick in die Sterne: Was steht uns 2013 bevor?

Die Gruppe historisch-materialistischer Astrologen hat ihre Jahresprognose für 2013 veröffentlicht. Sieht nicht gerade rosig aus – für’s Kapital. Hier gehts zum Text und zur Website der Genossen: Blick in die Sterne: Was steht uns 2013 bevor?

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Vorwärts – trotz Repression

In den letzten Wochen waren unsere militanten Aktionszellen einer verstärkten staatlichen Repression ausgesetzt, was unsere Redaktion daran gehindert hat die revolutionäre Berichterstattung fortzusetzen. Wir wollen uns dafür bei unseren SymapthisantInnen und MitstreiterInnen entschuldigen. Unzählige konspirative Zellen auf dem gesamten Erdenrund wurden durch bewaffnete Sondereinheiten der Geheimpolizei (darunter auch der zionistische Terrordienst Mussat) ausgehoben, hunderte GenossInnen wurden in Gefängnisse gesteckt, einige auch mit Waterbordingverfahren gefoltert, doch hielten sie – wie es sich für aufrechte Anarchostalinisten und Anarchastalinistinnen gehört – standhaft und hielten wie Anna und Arthur (fiktive Namen) ihr Maul. In der Bundesrepublik Deutschland (BRD GmbH) wurde die Anarchostalinistische Fraktion beschuldigt am Aufbau einer terroristischen Organisation beteiligt gewesen zu sein. So fanden einige unserer aktivsten GenossInnen aufgrund des menschenrechtsbeleidigenden Repressionsparagraphen §129b den Weg in die bundesdeutschen Knäste, wo drei noch bis heute in U-Haft sitzen. Wir sind weiterhin solidarisch mit Ihnen und rufen alle dazu auf, ihnen Briefe zu schreiben, Playstastionspiele und Hardcoreporns zu schicken, damit sie die Zeit besser rumkriegen. Denn Solidarität ist unsere Waffe – Feuer und Flamme der Repression.

Für uns war der Angriff nur eine Frage der Zeit, denn durch unsere unnachgiebige revolutionäre Tätigkeit in den Betrieben und Rotlichtvierteln der Großstädte der Welt konnten wir in den letzten zwei Jahren eine planetare Massenbewegung aus dem Boden stampfen, die nur darauf gewartet hat aus der Konspiration in den offenen und öffentlichen Klassenkampf zu treten. Unsere geschulten Angriffe – insbesondere gegen das spalterische Hipstertum und die zinsausbeutlerische Gentrifikationsmaschinerie – verstärkte die Geheimdiensttätigkeit gegen unsere Aktionszellen. Nach Hungerstreiks, Knastrevolten und erfolgreichen Ausbrüchen ist es uns jedoch in den letzten Tagen aber gelungen, den Großteil unserer GenossInnen aus den Knästen zu holen. Außer in Israel und in Papua sind sie fast alle wieder auf freiem Fuß und nagen wieder fleißig am Fundament der bürgerlich-spieszigen Terrorapparate.

Der Kampf geht weiter, wie die bekannte Hausbesetzerband Ton Steine Serben einst sang. Die anarchostalinistische Weltliga wird ihren revolutionären Kampf fortsetzen – Tag für Tag, Nacht für Nacht, für die Klasse und für die antiautoritäre Assoziation von geilen und gleichen Produzenten. Der bürgerliche Staat und seine finanz- und industriekapitalistischen BefehlshaberInnen werden noch früh genug erzittern vor der unbeschreiblichen Machtfülle, die durch unsere Organisation organisert wird und aus den untersten Trieben und Lüsten unserer geschundenen Leiber als frivol-hormoneller Vulkan die Widerwärtigkeiten des menschenverachtenden Kapitalismus hinwegsprengen wird.

Lang lebe the planet Earth
Ihr kriegt uns nicht nieder
Stoppt die Waffenlieferungen an Israel und Papua

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Die Beliebigkeit des Nichtdenkens – Ein postkonstruktivistischer Ansatz

Ach, logisches Denken ist vorpostmodern – und so dogmatisch
oder auch nicht.
Sei doch lieber mal postkonstruktivistisch!
Weil Postkonstruktivist kann man nicht sein, nicht einmal denken,
aber man kann es heute auch nicht mehr … nicht sein,
oder … sowohl als auch und weder noch, … mit einem aber,
aber ohne Aussage,
weil Aussagen kann es gar nicht geben,
oder falls doch,
dann sind sie beliebig und sowieso irrelevant,
und zugleich nicht,
sie sind etwas und sind es doch und zugleich doch nicht,
irgendwie … beliebig
aber ist ja auch alles egal,
aber eben auch gleichzeitig nicht,
weil es durch die Struktur des Seins als reines konstruiertes Nichtkonstrukt
ganz und gar selbst beliebig ist,
dass es beliebig ist,
ob es egal ist oder nicht.

(Jari Gagarin)

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