There Is No Alternative – Anarchostalinismus jetzt!

There Is No Alternative

Am 22. Dezember findet seit langem wieder eine größere anarchistische Demo auf dem Territorium der BRD (früher 3. Reich) statt. Dazu aufgerufen hat das Anarchistische Netzwerk Südwest*, ein erbärmlicher Haufen kleinbürgerlicher Gefühlsrevolutionäre und Sektierer*innen aus dem Südwesten des deutschsprachigen Raumes (also auch Schweiz und die deutschstämmigen Gebiete in Frankreich). Unter dem Titel „There Is No Alternative“ beziehen sie sich auf Margaret Thatcher, die als britische Premierministerin in den 80ern eine radikale Austeritäts- und Kürzungspolitik in Großbritannien durchsetzte und der britischen Arbeiter*innenklasse einen der schwersten Schläge verpasste, die sie bis daher gekannt hatte. Diese Politik der Alternativlosigkeit, die mit Thatcher und Reagan ihren Lauf nahm, gilt im sozialdemokratisch und linksdeutschen Diskurs als Beginn der neoliberalen Ära, die nun die ganze Welt beherrschen soll. Die (Pseudo-)Anarchist*innen des Anarchistischen Netzwerks Südwest* versuchen nun diesen berühmten Satz umzumünzen und drehen den Spieß um: nicht der neoliberale Finanzmarktkapitalismus ist die einzige Alternative, sondern der trotzig auftretende, esoterisch begründete und antistalinistische Halb-Anarchismus, in dem dann Autonome, Antisexist*innen und gestörte Tierschützer*innen dem Rest der Menschheit vorschreiben wollen, was sie zu essen und zu lieben haben. Ehm, Tschüss?!

Über die Demonstration in Mannheim könnte also schon im Vorfeld gesagt werden, dass sie ein schamvolles Debakel wird. Wenn 2000 A-Netz-Anarchist*innen ohne genaue Kenntnisse der Stalinschen Theorien (auch Staatskritik) und ohne radikale materialistische Gesellschaftsanalyse mit platten Forderungen nach Revolution und Anarchie durch Mannheim marschieren, wird sich die konsumierende Bevölkerung nur mit Unverständnis und Grauen von ihnen abwenden. Von daher haben wir als Anarchostalinistische Fraktion in Deutschland beschlossen die Demonstration mit unseren eigenen Forderungen, die auf der Grundlage der anarchostalinistischen Denktradition fußt, zu unterstützen. Nicht aus Solidarität, aber aus einem revolutionören Verantwortungsgefühl heraus, die Straße nicht allein den Sektierern zu überlassen, sondern als konspirative Einzelne in die Demo hineinzuagitieren mit der Methode der Neurolinguistischen Programmierung (NLP) und der Hyptnose. Auch Flyer mit unseren Forderungen werden an Passanten verteilt. Wir warnen also all diejenigen, die meinen, sie wüssten wie Anarchie zu erreichen ist ohne die Konsultation der Anarchostalinistischen Fraktion und ihrer Weltliga. Nur mit uns wird es einen Ausweg geben aus Unterdrückung, Herrschaft und Gentrifikation (z.B. in Hamburg).

Unsere Forderungen am 22. Dezember lauten:

– Raus aus EU, NATO, IWF, Weltbank, UEFA, Russland und Afghanistan
– Deutschland den Löwen zum Bio-Fraß
– Grenzenlose Orgasmen statt komische Pornoseiten mit (teils) sexistischen Inhalten
– Gegen Feinstaub in deutschsprachigen Städten (und Luxemburg)
– Mehr Bio-Produkte für Suppenküchen und Tafeln
– Solidarität mit den anarchostalinistischen Kampfzellen in Griechenland und Spanien
– Gegen Staat, Kapital und Ras Tafarai Trallala
– Für die Abschaffung des Geldes und EC-Karten für alle!

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