Hinaus zum Welttag der industriellen Viehwirtschaft

Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen war vor allem der Konsum von Fleisch dafür verantwortlich, dass die Größe des menschlichen Gerhirns in den letzten 40.000 Jahren sich fast um 15% vergrößert hat. Dies hatte zur Folge, dass der Homo sapiens sapiens (deutsch Mensch) so etwas wie Kultur und Sprache entwickeln konnte, aber auch die Fähigkeit, nicht mehr Beeren sammeln zu müssen, sondern sie auch anzubauen, zu kultivieren, zu züchten und zu ernten. Und das gleiche geschah mit den Tieren: durch das leckere Büffelfleisch und das dadurch entstandene menschliche Großhirn lernte der Mensch neben dem Jagen auch das Fangen und Zähmen der Wildtiere, somit auch ihre Zucht und Pflege, sowie ihre Nutzung als Last- und Zugtiere. Der Fleischkonsum wirkte sich also nicht nur revolutionär auf die Physik des menschlichen Hirns und seiner Leistungsfähigkeit aus, sondern ebenso auf die Produktionskraftentwicklung.

Der Mensch musste sich nicht mehr in Gefahr begeben auf der Jagd von wilden Tigern und giftigen Spinnen getötet zu werden, sondern erfand die Land- und Viehwirtschaft als Errungenschaften der menschlichen Rasse. Anfangs noch zwei, drei Ziegen oder der Büffel, verstand es der Mensch große Farmen anzulegen mit fünfzig oder hundert Tieren. Mit so vielen Tieren konnten nun große Massen an neuen Menschen ernährt werden, Arbeiter*innen und Soldat*innen konnten versorgt werden mit Milch und Fleisch und steigerten so ihre körperliche Leistungsfähigkeit. Die Klugheit des menschlichen Wesens und sein Erfinderdrang schufen immer leistungsfähigere Nutz- und Schlachttiere. Und so kam es, dass die Anzahl der menschlichen Wesen auf dem Planeten Terra (deutsch Erde) stetig zunahm.

Zum richtigen Durchbruch für die Menschheitsgeschichte gelangte die Viehwirtschaft mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Durch automatisierte Abläufe, industrielle Melkanlagen und Großställe, aber auch durch die Fortschritte in der modernen Tiermedizin schufen die Menschen die Grundlage für die großartigste Entfaltung der Produktivkräfte seit dem Urknall. Milliarden von Schweinen, Hühnern, Rindern, Schweinen und Lämmern sorgten für eine Explosion der Bevölkerungszahl. Die zunehmende Fleischkonsum ließ das Hirn weiter ansteigen und sorgte dafür, dass die wichtigsten technischen, künstlerischen, literarischen und philosophischen Errungenschaften das Licht der Welt erblickten. Das leckere Fleisch wurde von den Menschen so lieb gewonnen, dass mittlerweile Unternehmen wie Döner Kebap oder McDonalds Fleischprodukte massenhaft im Sekundentakt an die Menschen verteilen.

Das klingt alles sehr erfreulich, gäbe es da nicht einige Widersprüche, die durch die kapitalistische Produktionsweise und ihre Eigentumsverhältnisse bedingt sind. Wir gingen in einem früheren Artikel schon darauf ein, bei dem wir uns mit den Möglichkeiten des Gen-Food für die Menschen auseinandersetzten. Doch das ändert nicht an dem Wunderwerk der industriellen Viehwirtschaft, der wir am diesem heutigen Tag danken wollen, den Milliarden von Tieren, die ihr Leben gaben, um die Entwicklung von uns Menschen gut zu gestalten, die ihr Leben gaben, um Hungernde zu ernähren und um Grill-Partys erfolgreich zu machen. Die gigantischen Anlagen zur Herstellung von Fleischprodukten, die zahllosen Schlachtereien, Metzgereien, Einzelhändler*innen und Transporteur*innen, die Hilfsarbeiter*innen und Köch*innen, ihnen allen gilt dieser Tag. Sie sollen gewürdigt werden für das beste Essen der Welt: Fleisch.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s