Anarchist*innen wollen eigene Plattform in der Linkspartei aufbauen

Für die meisten Anarchistinnen und Anarchisten steht fest: die Mitgliedschaft und Aktivität in Organisationen, die sich an Parlamentswahlen beteiligen und sich für eine Reformpolitik innerhalb der bürgerlich-kapitalistischen Einsetzen kommt nicht in Frage. Oft hört man von Anarchos und Anarchas, dass gerade Parteien wie DIE LINKE den Leuten das Blaue vom Himmel versprechen, aber immer den Mächten des Staates und seiner Machtlogik unterworfen seien. So lehnen es viele AnarchistInnen sogar ab sich an Wahlen zu beteiligen. Schon oft kam es vor, dass sie zu Anti-Wahl-Kampagnen aufriefen oder auf gefaketen Wahlparties statt Urnen Reisswölfe hinstellten. Man kann also festhalten: Anarchismus und Parlamentarismus verhalten sich so wie Feuer und Wasser zueinander. Ein ähnliches Verhältnis haben die Normal-Anarchist*innen auch zu den Gewerkschaften des DGB, die sie ebenso wie Linkspartei und SPD für staatstragende Institutionen halten, die statt Befreiung von Herrschaft und Kapital, diese Herrschaft nur verwalten und reformieren wollen.

ImageSo war wir als Anarchostalinist*innen sehr überrascht zu hören, dass sich nun einige unserer Genoss*innen an ein Projekt wagen, von dem bisher kaum jemand glaubte, dass es Wirklichkeit werden würden. Eine sich APF nennende Gruppe  – Anarchistische Plattform in der Linkspartei – hat sich nun fest dazu entschlossen, anarchistische Positionen innerhalb der Partei DIE LINKE zu vertreten. So heißt es auf ihrer Facebook-Seite: „Wir sind eine avandgardistische Gruppe libertärer KommunistInnen, AnarchistInnen und autonomen Linken, die das Ziel haben, die Partei zu einer anarchistischen und sozialistischen Massenorganisation zu entwickeln.“ So werden sie momentan von einem KO-Kreis gelenkt und kündigten an noch in diesem Jahr sich offiziell zu konstituieren: „… ladet eure Genoss*innen ein, die eine anarchistische Einstellung haben ein und vergrößert die Gruppe. Sie soll Grundlage sein für ein konstituierendes Treffen der APF, das noch dieses Jahr stattfinden soll.“ Angesichts des immer stärker werdenden Einflusses des kriminellen Illuminaten-Ordens auf die Parteistrukturen, können wir diesen Schritt nur begrüßen und wünschen den Genoss*innen viel Erfolg bei ihrer entristischen Intervention. 

Doch es ist nicht das erste Mal, dass Anarchas und Anarchos sich in Parteien organisieren oder über den Weg des Parlaments und der Regierung versuchen Einfluss zu nehmen auf die Alltagspolitik. Erinnert sei beispielsweise an die Entstehung der grünen Partei in der BRD oder der Rolle der spanischen Anarchist*innen bei der Volksfrontregierung. Diese Versuche muss man heute kritisch bewerten, da sowohl die Volksfrontregierung in Spanien als auch das Projekt Grüne aus anarchostalinistischer Perspektive gescheitert sind. Doch muss man ehrlicherweise auch zugeben, dass die bisherigen Versuche der meisten Anarchist*innen außerhalb von Parlament, Parteien, Monopol-Gewerkschaften und staatlichen Institutionen ebenso wenig von Erfolg gekrönt waren. Mit Erfolg ist der Einfluss auf tatsächliche gesellschaftliche Entwicklungen bzw. der erfolgreiche Einfluss auf soziale Kämpfe und ihre Durchsetzungskraft gegenüber den Kräften des Kapitals gemeint. Von daher ist der Versuch dieser Genoss*innen kein unhistorischer oder einer der nicht legitim wäre – im Gegenteil. Anarchist*innen haben schon immer versucht auf allen Ebenen der Gesellschaft ihre Vorstellungen einer herrschaftsfreien und sozialistischen Gesellschaft versucht zu vermitteln und dafür einzutreten. 

wir als anarchostalinistische Fraktion begrüßen daher ausdrücklich diesen Schritt und werden uns so gut es geht an dem Prozess beteiligen, um die Linkspartei vom illuminatischen, reformistischen und sozialdemokratischen Abschaum zu befreien. Natürlich müssen wir realistisch sein und sehen, dass es keine leichte Aufgabe ist, die Linkspartei zu einer anarchistischen, stalinistischen und emanzipatorischen Massenbewegung der Lohnabhängigen und Lustorientierten zu machen, doch kein Kampf ist vergebens, wenn es um die Befreiung der Menschheit geht.

Hasta la Linkspartei siempre!
Che Guevara hatte recht und Stalin ist Don!
Hoch die antinationale Frauenbewegung! 

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Eine Antwort zu Anarchist*innen wollen eigene Plattform in der Linkspartei aufbauen

  1. nestor machnov schreibt:

    machno findet euch und ihr seid weg! es lebe die „wahre“ Plattform

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