Die gemeinschaftliche Pflege der Weltanschauungen

Politische und radikale Weltanschauungen müssen gehegt und gepflegt werden, da sie sich sonst in Gefahr begeben von anderen Weltanschauungen verdrängt und schließlich vernichtet zu werden. Gerade in unserem Zeitalter, in dem wissenschaftliche und revolutionäre Weltanschauungen durch spiritistische und idealistische Weltanschauungen ersetzt werden, wo ein Markt der Ideen nach AbnehmerInnen buhlt und sich so ein buntes Sammelsurium aus verschiedensten Ideologien angehäuft hat, gerade da wird es für uns AnarchostalinistInnen um so wichtiger, die Lehren und Ideen Marxens, Engels, Lenins, Stalins, Bakunins, Kropotkins und anderer wichtiger Denker des anarchostalinistischen Theorietradition fortzuführen und weiterzuentwicklen.

Unsere Weltanschauung fußt auf der Erkenntnis, dass die herrschenden wirtschaftlichen, sozialen und politischen Verhältnisse historisch geworden sind, dass sie nicht zufällig sind oder von einem unsichtbaren Schöpfer geschaffen wurden, sondern dass sie durch die Willenskraft der Menschen und die kollektiven Kämpfe der unterdrückten Klassen hervorgebracht wurden und durch die herrschenden Klassen im negativen Sinne aufrecht erhalten werden. Unsere Weltanschauung beinhaltet ein Menschenbild, dass den Menschen weder als etwas von Grund auf Böses oder Schlechter ansieht: es sieht im Menschen in erster Linie ein Wesen, dass sich selbst und seine Gattung erhalten will, dass nach Glück, Zufriedenheit, Anerkennung und sexueller Erfüllung für sich und andere strebt. Unser Menschenbild geht davon aus, das der Mensch sowohl ein selbsterhaltendes, egoistisches Wesen ist und gleichzeitig zu einem sozialen und solidarischen Wesen wird. Erst im Bewusstsein seiner sozialen Natur wird der Mensch in die Lage versetzt, die Verhältnisse, die ihn unterdrücken und ausbeuten zu überwinden. Unsere Aufgabe als AnarchostalinistInnen ist es daher, diese individualistische und soziale Natur des Menschen gleichzeitig sichtbar, verknüpfbar und nutzbar zu machen für die soziale Revolution, die Menschheit wieder zu ihrer eigentlichen Natur, zu sich selbst, ihren Berdürfnissen, zum kollektiven Handeln und seiner Gestaltungs- und Kampfkraft zu führen.

Wir wissen, dass unsere Weltanschauung von vielen bekämpft wird, das liegt unter anderem an unserer positiven Bezugnahme zu Stalin, als auch der Bedeutung der sexuellen Bedürfnisse, die wir der sozialen Revolution beimessen. Trotzdem werden wir uns nicht abwenden, da wir ebenso wissen, dass unsere Erkenntnisse wissenschaftlich legitimiert sind und unter den Bedingungen extremster postmodernistischer Propaganda weiterhin ihre Gültigkeit nicht verloren haben. Daher pflegen wir nicht nur auf diesem Blog, sondern auch bei Seminaren, Referaten, Kongressen, Infoständen und direkten Aktionen gegen Staat und Kapital unsere Weltanschauung, denn nur in der Praxis und der von ihr abgeleiteten agitatorischen Aktivität unserer GenossInnen, können die natürlichen Gefühlskräfte der Menschen geweckt werden und ihre revolutionäre Energie freigesetzt werden.

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