Tarifabschluss: Du Hundesohn!

Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst hat uns mal wieder vor Augen geführt, wie die Lohnabhängigen in der Bundesrepublik von den Bürokraten und Funktionären der Gewerkschaften und des Staates an der Nase herumgeführt werden. Die Ausgehandelten 6,3 % verpuffen im Nichts, allein schon wenn man sich den explosionsartigen Anstieg der Benzinpreise oder der Preise für den ÖPNV ansieht. Trotzdem verkauft es ver.di auf ihrer Homepage als Erfolg:

Drei Tage und eine Nacht lang wurde diskutiert, debattiert und gerechnet – jetzt steht das Ergebnis der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst. Die rund zwei Millionen Beschäftigten erhalten eine satte Lohnerhöhung von insgesamt 6,3 Prozent. Das haben sie mehr als verdient.*

Ungeheuerliche Frechheit! Die 2 Millionen LohnarbeiterInnen haben 100% verdient! Sie sollen sich gefälligst alles nehmen! Den Sprit, das Car, das iPad, Gemüse und Fleisch oder ein Urlaub zu Dritt. Ein Abschluss von 100% muss eine Bedingung für jeglichen Konflikt mit dem ArbeitgeberIn bzw. Ausbeuter (AusbeutungsverwalterIn) sein und nicht nur für die Gewerkschaft verdi! Ein siebenmonatiger Streik der gesamten Beschäftigten im ÖD + aller anderen Beschäftigten von Privatsektor, DGB-Gruppen, Zeitarbeit, Teilzeitarbeit, Azubis etc.: mit Spaziergängen und dem Ausbau des Eigenheims, oder die langersehnten Marxlektüre beginnen, ein Fickabend mit Freunden organisieren oder ein Besuch der kranken Nachbarin. Viele genussvolle Erlebnisse hätten die Streikenden in ihrer Zeit als nicht mehr Lohnabhängige. Und sie würden erst dann wieder zur Arbeit gehen, wenn sie einen Tarifabschluss für ALLE Lohnabhängigen und Staatskneteabhängige erstreiten, der die 100% an allem was da ist beinhaltet. Was uns zu folgendem Aktionsprogramm bringt:

Einberufung von Gesamtbelegschaftsversammlungen unter Vorsitz eines gewählten Rates. Neuverhandlung der Arbeitszeiten, der Lohnstrukturen und Einberufung einer Kommission zur arbeitskraftschonenden Planung und Optimierung des Produktionsprozesses. Extreme Senkung der Arbeitszeit und hohe Zahl an Neueinstellungen (natürlich nur da, wo notwendig, zB Alten- und Pflegeheime). Aneignung sämtlicher Produktionsmittel in die Hände der Belegschafts- und Kommunalräte. Die Streichung aller Schulden und Forderungen aller Betriebs. Die Einberufung von produktionssektionalen und kommunal-öffentlichen Räten durch die Betriebsversammlungen und kommunale, stadtteilige Vollversammlungen. Zerschlagung der Institutionen des Nationalstaates und der Regions-/Landesregierungen. Sofortige Mülltrennung in allen Haushalten wird Pflicht und jedes Privatvermögen über 1 Million Euro wird sofort eingezogen durch die Volksbanken (Übergangsstadium, später kein Geld mehr nöthig) und in Windräder und neue Schulbücher investiert. Sofortige Auflösung aller Militärstützpunkte der BRD und anderer Staaten und Bildung einer friedliebenden Atmosphäre zwischen den Menschen, in der jeder jedem das Beste wünscht. Das alleinige Gewaltmonopol liegt bei kommunalen und betrieblichen Vollversammlungen und müssen stets aufs neue Verhandelt werden (Strafe und Disziplin werden schrittweise in den AS-Bildungsanstalten als Element der Erziehung eliminiert). Es gibt auch keine Polizei mehr, sondern nur freiwillige Volksmilizen mit regelmäßigen offenen Plena. Mehr Spielplätze und Bibliotheken, mehr Kinos und öffentliche Verkehrsmittel die umsonst sind. Bunte Märkte auf Plätzen wo man einfach klauen darf, wenn man will. Überall bonzige Autos mit crustigen Punks drin und McDonalds produziert nur noch vegan/vegetarische Gerichte aus lokalem biologischen Anbau, der zum Standard und Vorbild der planetaren Dezentralization der landwirtschaftlichen Produktion wird.

Frank Bsirske ist Anfüher von ver.di und wird von seinen Freunden Eduard genannt. Seit dem er sich von seiner Frau hat scheiden lassen, lebt er in einer polyamoren KünsterInnen-WG.

Gewerkschaften wie Verdi werden in den nächsten 20 Jahren untergehen, wenn sie solche Abschlusse als Erfolge feiern. Es wird Zeit, dass sich die Forderung nach 100% Tarifabschluss durchsetzt und die sozialen Revolution entsteht und alle Verhältnisse umschmeißt, in der der Mensch ein Opfer ist. Der Mut der Menschen wird auch die Tiere beflügeln ihren Kampf für Befreiung fortzusetzen. Daher brauchen wir einen ganzheitlichen, revolutionären Ansatz bei den Auseinandersetzungen um höhere Löhne. Ganz oder gar nicht – und wenn gar nicht, dann nehmen wir auch Lohnkürzungen hin, weil uns das nämlich noch viel Gefährlicher macht, hahaha.

Als anarchostalinistische KlassenkämpferInnen waren wir von Anfang an daran beteiligt, die ArbeiterInnen davon zu überzeugen, dass die Entfaltung der unbewussten Regungen unserer Seele eine wichtige Voraussetzung ist für die Stärke der schöpferischen Kraft der organisierten ArbeiterInnen und das nur durch die unterdrückte, daher freizusetzende Lust nach Lösung der Unerträglichkeiten und des Zwang die Gesellschaft und ihre Lebensbedingungen hin zu einem Besseren, Freieren und Freundlicherem verändert werden kann. Unsere Utopie, jenseits vom geduckten Anpasslertum eines Franz Bsirske, entsteht erst in der Überlegung einer kollektiven Transformation, der durch den revolutionären Prozess jedesmal neu erfunden werden muss. Sie ist aber nicht Diffus, sondern konkret, weil sie sich durch Taten materialisiert und entwickelt. Die neue Welt ist für die AnarchostalinistInnen ein Ort ohne Herrschaft und Zwang, ein Ort des Kultes und der kollektiven Liebe (Orgie), ein Ort ohne Erniedrigung und Angst, sondern ein Ort des Abenteuers und des lebenslangen Lernens.

Liebe KampfgenossInnen, seid daher gewiss, dass wir auch beim nächsten Arbeitskampf wieder an eurer Seite stehen und die 100% fordern werden. Denn nur wenn wir aufs Ganze gehen und uns alles nehmen was wir wollen, beginnt die soziale Revolution.

La Isla Bonita. We never walk alone.
Free Mumia Abu Jamal!

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