Die Dialektik der FDP

Die Freiheitlich-Demokratische Partei entstand nach dem Zweiten Weltkrieg als Bollwerk gegen den Bolschewismus. Es war die Nullstunde der BRD, in der sie sich als geistige Nachfolgerin des nationalsozialistischen Antibolschewismus positionierte und fortan den radikalen Markt und den Wiederaufstieg der deutschen Nation predigte. Das frühe, sozialistisch angehauchte Parteiprogramm dienten nur als billiges Ablenkungsmanöver für das linksliberale Bürgertum, das gerade aus ihrer Kooperation mit den Nazis oder ihrem sogenannten inneren Exil endlich wieder weit ihr Maul und ihre Ohren aufsperren konnten. Die FDP wurde ohne große Massenbasis, aber als korrumpierte Vertreterin des Großkapitals mit national-liberalistischer Stoßrichtung zur staatstragenden Partei. Erinnert sei nur an den Hundesohn Theodor Heuss oder andere. In ihren Reihen fanden sich neben Gutliberalen auch NS-Verbrecher, NS-Verbrecherinnen und NS-KapitalistInnen sowie NS-AntikommunistInnen und KarrieristInnen der übelsten Sorte. Die FDP hatte nie mehr als 10% WählerInnenstimmen, und wenn, dann waren es gekaufte Stimmen – von Bonzen und ihren SklavInnen. Durch die sozial-liberale Koalition konnte die Kontinuität der antibolschewistischen und nationalliberalen Herrschaft eine unzerrüttbare Kontinutität in der westdeutschen Nachkriegsgeschichte finden. Brutale Gesetze gegen KommunistInnen, politische Gefangene, sowie die Ausweitung der polizeistaatlichen Befugnisse waren das Ergebnis von Rot-Gelb. Die FDP regierte von 1949 bis 1998 kontinuierlich mit. Sie war durch die deutsch-imperialistischen Hetzer Genscher und Kinkel tief involviert in die Zerschlagung des sozialistischen Jugoslawien, war, wie manche Stimmen zu Recht behaupten, wichtigste Triebfeder für die Eskalation am Balkan.

Als die FreidemokratInnen 1998 aus der Bundesregierung ausschieden, brach das die nationalliberale und imperialistische Politik der FDP keineswegs ab. SPD (Sozialdemokratistische Partei Deutschlands) und Bündnis 90, Die Grünen setzten die aggressive Politik gegen das Proletariat und die Völker des Südens fort. Rücksichtslos und herrenmenschlich bombardierten sie 1999 Jugoslawien bzw. Serbien mit Tornados und anderem Kriegsgerät und ermordeten dabei über 1300 unschuldige ZivilistInnen, entrechteten und beklauten Millionen von Lohnabhängigen durch die Agenda 2010, insbesondere Hartz IV. Die größten neoliberalen Umwälzungen gingen nicht von der Organisierung FDP aus, sondern von SPD und Grünen, als ihre ideologischen Nachfolgerinnen. Die offene klassenbewusste Politik durch Grüne und SPD war der erste Schritt im Untergang der FDP. Das Bürgertum, die an Eigentum und Wissen besitzenden, fanden ihre Vertretung in diesen zwei als links gehandelte Parteien. Hurenböckparteien!

Egal ob CDU, Grüne, Piraten oder SPD – es geht nationalliberal und radikal-lügnerisch zu, ganz Interessenpolitik für diejenigen, die soviel Geld haben, dass sie damit eine ganze Kommune mit Strom versorgen könnten. Interessenpolitik auch für die entpolitisierten und gewohnheitsdämlichen ArbeitsfetischstInnen, die man in allen Klassen findet, deren Neigung zu Rassismus und Sozialdarwinismus die Gefahr eines barbarischen Umschlags auch heutzutage wahrscheinlich erscheinen lässt. National und wettbewerbsideologisch füllen die etablierten Parteien des Bürgertums die frei gewordene Lücke der FDP aus und hangeln sich von Wahlsieg zu Wahlsieg. Das Wahlvolk ist ein mit Scheiße gestopftes Ridnvieh, dessen Geist immer Richtung Kanalisation fließt, weil es eben braun ist und stinkt. Die gesamte Verdorbenheit der entpolitisierten und halbdebilen Deutschen wird gleichzeitig repräsentiert und gleichzeitig ausgenutzt durch diese FDP-NachfolgerInnen. Sie sind der Schaum auf der Oberfläche des deutsch-imperialistischen Kanalisationsgewässers und stinken wie die Hölle.

So bleibt uns AnarchostalinistInnen in der Kritik der parlamentarisch-bürgerlichen Diktatur nur die konsequente Anwendung des wissenschaftlichen Anarchostalinismus*, denn nur mit ihm, können wir die vom Klassenfeind mit Ideologie angefixten Proleten retten vor den falschen Bedürfnissen, die uns das falsche System aufbürdet. Die FDP und vor allem die Grünen und die Piratenpartei repräsentieren das mod’re Gesocks, das uns die Herrlichkeit durch Nichtssagen verspricht und die institutionelle Macht für ihre debile Konzeptlosigkeit in Anspruch nimmt. Dumm wie Knäckebrot produzieren sie irrelevanten Kot, in voller Gewissheit ihrer Glaubwürdigkeit vor dem narkotisierten und muffeligen Publikum. Die Wahl ist fix, das Thema temporär, der Rest ist kompliziert, teuer oder kontrovers.

Die FDP als Kommunismus-Vernichtungspartei und pseudolibertäre Staatsinstitution wird uns wahrlich fehlen. Denn keine hat wie sie so offensichtlich und schamlos den radikalen Markt propagiert, an keiner anderen Partei hatte man in der letzten Zeit seinen Sadismus so toll ausleben können wie an Rösler, Lindner und Konsorten, keiner anderen Partei hat man so sehr den Untergang gewünscht wie der FDP. Daher halten wir es für enorm wichtig, die FDP am Leben zu erhalten, damit sich die unbewussten Vernichtungskräfte der revolutionären Massen in Deutschland am Leben erhalten und durch ihren Hass gegen FDP, Marktradikalität und politische Amateurhaftigkeit eine Situation wahrscheinlicher wird, in der die anarchostalinistische Revolution sich voll ausbreiten kann.

Ihre Macht ist offenkundig Glück eine bröckelnde. Die Untergangsutopie, die durch die Berechnungen anarchostalinistischer SoziologInnen vorausgesagt wurde, gibt uns die Hoffnung auf Freiheit, Gleichheit und Wahrheit. Den in Zeiten der Krise wächst nicht nur das Elend, sondern auch der Traum von einer besseren Welt. Rettet die FDP, rettet die Wut und die Arroganz, rettet die Widersprüche, denn sie sind noch nicht stark genug für eine revolutionäre Synthese, sondern nur zu einem phlegamatischen Weiterso.

Benutzt mehr Umweltpapier. FDP ole!

*wissenschaftlicher Anarchostalinismus: näheres zu Methodik und Theorie des wissenschaftlichen Anarchostalinismus wird in Kürze auf anastalia veröffentlich werden durch einen Beitrag von Pablo Lamentero und Miguel Bucharino.

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