Die Geschichte von Russland

Russlands Geschichte reicht weit zurück bis in die Zeit von Kaiser Augustus. Damals waren die Russen noch als Slawen bekannt und lebten als Nomadenvölker rund um die Flüsse Don und Wolga. Mit ihren Pferden und ihren primitiven Waffen waren sie für die herrschenden Völker ein leichter Gegner. Die Römer, Perser und die Mongolen hatten nämlich viel entwickeltere Waffen und schon zur damaligen Zeit ein hoch entwickeltes Wirtschaftssystem und Technik. Die Russen haben ihren Namen von den sogenannten Rus, ein verschollener Adelstitel aus der Zeit der germanischen Völkerwanderung. Das Wort bedeutet so viel wie Pferd, weil die frühen Slawen viele Pferde hatten und so kam es, dass der Stammesfürst eines slawischen Volkes der Rus wurde und seine Untertanen fortan als Russen bezeichnet wurden. 

Lange Zeit geschah nichts, außer das die Russen christlich und dann später christlich-orthodox wurden. Ihre Herrscher waren ab ca. Mittelalter Zaren, was von Cäsar kommt und sowas wie ein König ist. Außerdem verbanden sich ihre Herrscher verschwandtschaftlich mit den Herrschern anderer europäischer Monarchien, wie Preußen, England oder Spanien. Am bekanntesten ist Katharina die Große, von der man sagt, sie hätte eine gute Politik gemacht, vor allem gegenüber dem ungebildeten Volk. Bis zum 19. Jahrhundert war Russland in verschiedene Kriege involviert, stand aber was ihre außenpolitische Macht anging, weit hinter England, Frankreich, Niederlande, Deutschland/Preußen zurück, so dass die meisten Völker mit dem Finger auf die Russen zeigten, weil sie als rückständig galten. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstand in Russland das erste Industriekapital, sowie ein mächtiges Bürgertum, das aber weitgehend dem zaristischen System die Stange hielt. Neben Bürgertum und Industrie entstand gleichzeitig eine revolutionäre Arbeiterklasse, die ihre erste Partei förmige Organisierung zur selben Zeit fand: die russische Sozialdemokratie.

Der erste nennenswerte Revoltuionsversuch fand 1905 statt, als die Arbeiterklasse gemeinsam mit den Bauern und teilen des fortschrittlichen Bürgertums das zaristische System stürzen wollten. Der Versuch misslang, jedoch sollte sich das Jahr 1905 in die Köpfe der Revolutionäre und Volksmassen eingravieren, als Tag der Hoffnung und der brutalen Konterrevolution des russischen Staates. Schon damals war der Lenin mit dabei und galt als dominanter und hoch gebildeter Politiker innerhalb der russischen Sozialdemokratie. Zu dieser Zeit war er einer der schärften Verfechter des Anarchostalinismus in Russland, wie in seiner Schrift „Was tun?“ nachzulesen ist. Der Erste Weltkrieg stürzte die russische Monarchie in eine tiefe Krise und der Hunger und die Toten wuchsen, mit ihnen die Unzufriedenheit gegenüber dem Zaren und seinem repressiven Staatsapparat, als dann endlich im Februar 1917 die Bolschewiki (revolutionäre Abspaltung der russischen Sozialdemokratie) zusammen mit Bürgerlichen den Zar stürzten und die parlamentarische Demokratie einführten. Ging aber nicht lange gut und als Lenin plötzlich kam und alle aufmischte mit seinen brillianten Reden, war die Bedingung für die Revolution perfekt. Die Bolschewiken übernahmen die Macht, darunter auch Stalin, und machten erstmal Kriegskommunismus, wo man die Revolution gegen die Weißen Garde der Konterrevolutionäre verteidigen musste. Das wurde zur Freude der Massen einige Jahre nach der Revolution durch Stalin aufgehalten und der Aufbau des Anarchostalinismus vorangetrieben – mit eiserner Faust gegen Trotzkisten und Verräter aus den Reihen des Klassenfeindes. Stalin machte viele Fehler, zB berücksichtigte er viel zu wenig die anarchistischen Ideen von Bakunin und Kropotkin und schon vorher gingen die Trotzkisten zusammen mit dem Geheimdienst gegen die Gewerkschaften und Sozialrevolutionäre vor, was man heute nicht vergessen darf, wenn wir von Anarchostalinismus reden. 

Stalin baute Russland auf, gab ihm Strom, Straßen, mehr Schulen und Fabriken, natürlich nicht Stalin allein, aber er repräsentierte die revolutionäre Energie der Arbeiter in Russland, die in einem imensen Tempo und vielen widersprüchlichen Erscheinungen das Land zur Weltmacht führten, um gegen die die Macht der Imperialisten aggresiv vorzugehen. Russland wuchs in den Jahren zusammen mit vielen anderen sozialistischen Ländern und nannte sich fortan Sowjetunion. Seine Stärke und seine Freundschaft zur Zivilisation und Emanzipation bewies es im Zweiten Weltkrieg, als es mit dem Einsatz seiner ganzen Kräfte den deutschen Faschismus fast im Alleingang zerschlug und den ersten sozialistischen Staat auf deutschem Gebiet aufbauten. Es war die herrliche Zeit der Propaganda, des Personenkultes, des sozialistischen Aufbaus, der Volksbildung, der technologischen und kulturellen Entwicklung, sowie der Literatur und Kunst. Der sozialistische Realismus dominiert bis heute die Kunstszene in vielen Ländern. Als Stalin starb im Jahr 1953 kamen die Revisionisten und führten Semi-Kapitalismus in Russland ein. Der schlimmste und niederträchtigste von ihnen war Gorbatschow, der schließlich 1990 die Sowejtunion dem imperialistischen Westen verkaufte und dieser ihren versoffenen Agenten Boris Jelzin installierten. Der begann voller Eifer Stück für Stück alle Errungenschaften der Sowjetunion zu zerstören und beschenkte die opportunistischen Bürgerlichen mit Milliardengeschenken. Es war eine der dunkelsten Phasen der russischen Geschichte und wurde, als die Misere und Scham in der russischen Bevölkerung offensichtlich wurde, durch den Ex-Kommunisten und Staatskapitalisten Wladimir Wladimirowitsch Putin gestürzt, der bis heute die Regeneration der russischen Weltmacht versucht auf den Stand von vor 1990 zu bringen – mit zunehmenden Erfolg. Den kann man besonder gut an der zunehmenden antirussischen Hetze der deutschen Bourgeoisie ablesen. 

Wir als Anarchostalinisten stehen in kritischer Solidarität zur Regierung Putin, da sie teilweise die Ideale des Anarchostalinismus verfolgt, aber andererseits unsere GenossInnen unterdrückt und die staatliche Repression gegenüber unseren Organen an der Grenze zum erträglichen ist. Problematisch ist auch die weiterhin vorherrschende soziale Schere, sowie die Militarisierung der Gesellschaft.

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Eine Antwort zu Die Geschichte von Russland

  1. UBasser schreibt:

    Was ist denn das für ein Blödsinn? Satire kann das auf keinen Fall sein! Weil, Rus kommt nicht vom Pferd, die Russen nie Slawen waren, die Urrussen nicht an Don oder Wolga lebten, es 38 deutsche Adlige in Russland einheirateten, Russland das freieste Land bis Peter der I. war, Russland niemals rückständig war und ist, die Revolution von 1905 und 1917 NICHT von der Arbeiterklasse durchgeführt wurde und weil Stalin mehr als 100 Millionen Menschen umgebracht hat, bzw. töten ließ! Und das ist nunmal historisch belegt…auf nach Moskau ins nationale Archiv auf dem Krasnaja Ploschatch! Het, moi Drug, eto ne pravelna!
    Das was wirklich stimmt ist, dass Gorbatschow der größte Verräter von Väterchen Russland ist!!!
    LG

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